Debrecen Nach langem Warten können wir endlich einchecken

Nachdem wir um zehn Uhr angebrannt sind, kann Roman nun einchecken. Die Spannung wächst. Es wird sich zeigen, welche Daten auf der offiziellen Hompage stimmen und welche nun revidiert sind.

Die Fragen für uns sind manigfaltig. Für mich am Boden vor allem auch, müssen wir Essen selber organisieren oder ist dafür vorgesorgt? Wo können wir unsere Gasflaschen auffüllen? Findet heute wirklich eine Trainingsfahrt statt? Muss noch mehr Wasser besorgt werden?

Noch etwas Geduld und wir werden von Roman informiert.

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Road to Debrecen

Vom 11. bis zum 18. August findet die 19. Europameisterschaft der Heissluftballone in Debrecen (Ungarn) statt. Insgesamt nehmen rund 100 Pilotinnen und Piloten teil. Aus der Schweiz sind mit Stefan Zeberli, Marc Blaser, David Hochreutener, Nicole Vogel und Gian-Marco Nacht neben uns noch fünf weitere Teams am Start. Für uns ist es nach Polen 2013 die zweite Europameisterschaft. Mit grossem Respekt blicken wir auf diese erste grosse Meisterschaft für unser Team zurück. Damals beendeten wir die EM nach Fahrten bei sehr viel Wind und verschiedenen Materialdefekten auf Rang 21 von 81 Ballonen. Trotz noch grösserem Teilnehmerfeld und auch wenn wir nach wie vor zu den Neulingen in der internationalen Ballonwettkampf-Szene zählen, erhoffen wir uns in diesem Jahr eine noch bessere Rangierung. Die Prognosen für die nächsten Tage sehen sehr schönes und äusserst heisses Wetter mit Temperaturen über 35 Grad vor. Ich werde versuchen an dieser Stelle wie gewohnt zeitnah zu berichten. Für allfällige Fehler aufgrund der verschwitzten Finger entschuldige ich mich im Voraus.

Gemeinsam mit meinen Eltern befinde ich mich bereits auf dem Weg nach Ungarn. Helen und Boris werden am Samstag mit dem Flugzeug nachreisen und unsere Stamm-Mannschaft komplettieren. Bei angesagten zwölf Wettbewerbsfahrten und weiteren fünf Trainingsfahrten ist jedes Teammitglied besonders gefordert. Hoffen wir, dass wir von guten Ergebnissen motiviert werden…

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Gera letzte Fahrt

Nach der gestrigen Fahrt lagen wir heute Morgen mit etwas mehr als 400 Punkten vor Marcus Strauf. Dies dank der sehr guten Maximum Distance von gestern Abend.

Heute Morgen gab es noch ein Fly In und eine Fuchsjagd mit Anlauf. Der Fuchs startete am Fly In Ziel. Uns gelangen zwei sehr gute Ablagen. Das sollte für den dritten Sieg in diesem Jahr reichen.

Gespannt sind wir auf die Resultate der anderen Schweizer Teams.

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Gera 3. Fahrt

Fly In, Judge Declared Goal und Maximum Distance mit Zeitvorgabe gab es heute Abend zu lösen. Nach dem Start hielten wir soviel rechts wie es nur ging, da die anderen Ballone links am Ziel vorbei fuhren. So kam es, dass wir kurz vor dem Ziel aufsteigen und relativ hoch markern mussten. Die Ablage betrug ca. 15 Meter. Das wird gute Punkte geben. Danach galt es wieder rechts zu halten um das vorgegebene Ziel am Flugplatz zu erreichen. Einigen Konkurrenten gelang das aus schlechteren Ausgangspositionen besser als uns. Das ist etwas frustrierend aber gehört dazu, wenn man Sportarten (ja, Ballonfahren ist Sport) in der freien Natur ausübt. Die Maximum Distance war dann ein interessantes Spiel mit der optimalen Geschwindigkeit und der perfekten Richtung um nicht vorzeitig aus dem Wettbewerbsgebiet zu fahren.

Morgen früh wird das Wetter ziemlich sicher nochmals passen um die letze Wertungsfahrt durchführen zu können.

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Gera 2. Fahrt

Das Qual der Wahl von gestern Abend hat unseren Schnitt wie befürchtet etwas nach unten gezogen. Eine Gesamtrangliste liegt leider noch nicht vor.

Heute Morgen gab es vier Aufgaben bei optimalen Bedingungen: FIN, HWZ, LRN und FON. Das Fly In und das Qual der Wahl gelangen beide gut. Da wir sehr früh unterwegs waren, können wir aber nicht abschätzen wieviele Ballone den Zielen noch näher kamen.

Der Land Run war sehr speziell gestellt. So konnten die Schenkel der Dreiecksfläche beliebig weit gefahren werden. Wir konnten beide zu setzenden Punkte in der Nähe der Grenze des Wettbewerbsgebietes setzen. Das war aber für alle Wettbewerber möglich. Auch das Fly On war etwas speziell, da die Auswertung nicht wie üblich in 3D sondern in 2D erfolgt. Das ist einerseits einfacher auszuwerten und andererseits eigentlich auch weniger anspruchsvoll für die Ballonpiloten. Eigentlich, denn nach dem schwierigeren Ziel von gestern Abend, welches eine Ablage von sieben Metern brachte, sind die gut 20 Meter die wir bei diesem Fly On markerten, eher schlecht einzuschätzen.

Es wird sich einmal mehr zeigen was das im Vergleich mit der Konkurrenz bringt. Ganz sicher war das ein wunderschöner Morgen für eine Ballonfahrt.

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