Belgien 5. Rang

Das Briefing zur letzten Fahrt wurde einige Male verschoben. Aufgrund des Niederschlags von gestern bildete sich im ganzen Gebiet dichter Nebel. Die Untergrenze hob sich mit der Zeit leicht an. Nach spannenden Minuten wurde die Fahrt aber trotzdem abgesagt. Hochverdienter Sieger der Belgian Balloon Trophy 2015 und gleichzeitig Belgischer Meister ist Steven Vlegels mit einem Schnitt von fast 888 Punkten pro Aufgabe. Wir beenden den Event auf dem guten fünften Platz.

Belgien Regen

Trotz leichtem Regen und tief hängenden Wolken sind wir auf einen gemeinsamen Startplatz gefahren. Dort war die Absage der Fahrt aber nur eine Formsache. So geniessen wir den Abend und freuen uns auf die letzte Fahrt morgen früh.

Die Fahrt von heute ist ausgewertet und die Ergebnisse hängen aus. Leider haben sie den Weg ins Internet zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gefunden. Für uns lief der Morgen sehr gut und wir stehen auf dem fünften Zwischenrang.

Belgien 3. Fahrt

Die Resultate von gestern Abend haben unsere Platzierung verbessert. So lagen wir heute Morgen auf dem 13. Rang. Der Wettkampfdirektor scheint seine Lehren aus den ersten beiden Fahrten gezogen zu haben. Heute Morgen gab es drei Aufgaben zu lösen. Das sollte für alle machbar gewesen sein.

Es galt ein Fly In, einen Ellenbogen und ein Fly On in der Luft zu absolvieren. Da die Winde mit der Sonneneinstrahlung schnell wechseln entschloss ich mich früh zu starten. So kam es dann, dass wir als erster Ballon in der Luft waren und das Feld in Richtung Fly In anführten. Dort sank ich etwas zu früh ab, was uns vom Ziel wegtrieb. Schnell stieg ich wieder auf und markerte relativ hoch auf 16,3 Meter (die Messresultate hängen schon aus). Das gibt ein Resultat im vorderen Drittel.

Dank dem frühen Start hatten wir jetzt die Möglichkeit den ersten Schenkel des Ellenbogens ungefähr nach Norden zu fahren. Das gelang wohl den Piloten nach uns nicht mehr so gut. Trotzdem sind diese Aufgaben immer schwierig einzuschätzen. Die Torte von gestern Abend hat weit weniger Punkte gebracht als ich gedacht hatte. So wage ich kaum das Resultat einzuschätzen.

Das Fly On zum Schluss ist ebenfalls sehr schwierig einzuschätzen. Es gelang uns eine Ablage von ca. 35 Metern. Da die Deklaration des Ziels während dem zweiten Schenkel des Ellenbogens gemacht werden musste, könnte das ein gutes Resultat sein. Etwas dagegen spricht jedoch, dass jeder Pilot zwei Ziele setzen konnte und dann bei der Anfahrt also auch zwei Chancen hatte. Wir werden sehen.

Heute Abend gibt es tiefe Wolken. Wir werden sehen ob eine Fahrt möglich ist…

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Belgien 2. Fahrt

Heute Abend starteten wir alle gemeinsam vom Parkplatz der Formel 1 Rennstrecke von Spa-Francorchamps. Die Fahrt führte zügig über die Strecke zum ersten Ziel: Einem Judge Declared Goal. Ich entschloss mich hoch zu markern, da unter uns viele Ballone waren und wir sehr schnell hätten sinken müssen. Der Marker kam auf gut 50 Metern vom Zielkreuz zu liegen. Kein schlechtes Resultat. Danach fuhren wir direkt in die tortenförmige Figur ein, welche jeder Pilot selber setzen konnte. Es galt, möglichst viel Distanz darin zu fahren. Das gelang uns eigentlich ganz OK, wir haben aber schon von vielen gehört, dass es ihnen noch besser lief. Wohl eher ein mittelmässiges Ergebnis. Bei der letzten Aufgabe, einer Qual der Wahl, sind wir wohl ganz vorne dabei. Die Zeit reichte wieder nicht, um vor Ablauf der Wertungsperiode zu einem der Ziele zu kommen. Dieses Mal waren wir aber vorne im Feld dabei. Einige Ballone waren sicher noch vor uns, der grosse Teil aber eher weiter weg vom Ziel, als wir um 20:59:59 den Loggermarker betätigten. Zwei Minuten später fuhren wir mittig über den übrig gebliebenen Abdruck des Zielkreuzes.

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Belgien 1. Fahrt

Zum Auftakt gab es vier Aufgaben zu lösen: Pilot Declared Goal, Judge Declared Goal, Fly On und Hesitation Waltz. Gestartet wurde von einem gemeinsamen Startplatz. Ich habe mich dazu entschlossen mitten im Feld zu starten, was im Nachhinein wohl etwas zu spät war. Das Pilot Declared Goal deklarierte ich auf 2500 Fuss Höhe. Als wir versuchten, auf dieser Höhe noch die letzten Meter in Richtung Ziel zu drehen, waren die 10 km/h von wenigen Sekunden vorher plötzlich verschwunden. Unter dem Strich wird das wohl eine Ablage von rund 60 Metern. Bei diesen gut steuerbaren Winden ist das eher ein schlechtes Resultat. Danach folgte das einzige Ziel am Boden. Die Ballone vor uns hielten einigermassen darauf zu und fuhren rechts am Ziel vorbei. Wir entschlossen uns, auf die maximal erlaubten 7000 Fuss zu steigen. Dort fanden wir einen Wind der unsere Ausgangslage verbesserte, aber mit 20 km/h auch etwas vom Ziel wegführte. Schlussendlich verloren wir dabei keine Zeit und verfehlten die MMA nur um knapp vier Meter. Offenbar hatten wir aber zuvor etwas zu viel getrödelt. Das Fly On konnten wir mit den, aufgrund der bereits starken Sonneneinstrahlung, wechselnden Winden nur noch mittelmässig anfahren. Auch das wird nicht viele Punkte einschenken. Auf die letzte Aufgabe mussten wir ganz verzichten, respektive kurz vor der Landung den Loggermarker betätigen. Von unserem Landeplatz, auf dem wir nach knapp mehr als drei Stunden aufsetzten, waren es noch fünf Kilometer bis zum nächstgelegenen Qual der Wahl Ziel und die erforderliche Richtung war nicht mehr vorhanden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Fahrt nicht gerade zufriedenstellend verlaufen ist, aber es lassen sich doch einige positive Aspekte finden. Task zwei haben wir ganz ordentlich gelöst und technisch lief alles absolut perfekt. Es wird hoffentlich noch einige Fahrten geben, bei denen wir noch besser abschneiden können.

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