Sechste Fahrt

Heute Abend gab es eine Fuchsjagd vom gemeinsamen Startplatz. Am Ende des Hauptfeldes versuchten wir das Ziel etwas links anzufahren weil die tieferen Winde uns nach rechts verschieben würden. Die Korrektur nach links gelang sehr gut. Einige hundert Meter vor dem Landeplatz des Fuchses drehte der Wind unter uns aber auch nach links. So fuhren wir ungefähr 300 Meter am Ziel vorbei. So gut wir anfänglich positioniert schienen, so schlecht war jetzt unser Resultat im Verhältnis zu den Konkurrenten. So schnell kann es – besonders bei Abendfahrten – im Ballonsport gehen.

Leider erging es unserem Nationalmannschaftskollegen Stefan Zeberli noch schlimmer. Er startete wie Uwe Schneider sehr spät. Beide wurden Opfer der einsetzenden Drehung nach links und fuhren sehr weit am Ziel vorbei. Nach 15 ausgewerteten Aufgaben liegen die beiden auf Rang eins und zwei. Jetzt wird vorne aber nochmals gemischelt. Die Abstände sind sehr gering. In den nächsten Tagen werden sehr schnelle Winde erwartet. Am Donnerstag wird eine Front durchziehen und danach ist tiefe Bewölkung ein Thema. Das Wetter wird also genau so spannend wie der Kampf um den Weltmeistertitel.

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Vierte Fahrt

Zweimal Qual der Wahl gab es heute Abend. Die Resultate sind bereits publiziert. Der heutige Morgen hat uns auf Rang 22 zurück gespühlt. Am Abend konnten wir uns um einen Platz verbessern. Es ist alles nahe beieinander und die Meisterschaft ist dementsprechend noch offen.

Heute Abend landeten wir auf einem Weg mitten in hohem Zuckerrohr.

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Dritte Fahrt

Voller Vorfreude begaben wir uns heute zum Morgenbriefing. Drei Schweizer standen in der Zwischenrangliste unter den ersten vier. Eigentlich war ja schon klar, dass es so nicht weitergehen konnte.

Es gab fünf Aufgaben auf dem Tasksheet wovon aber die letzte noch gestrichen wurde. Damit standen noch vier Zielanfahrten auf dem Programm.

Beim ersten Fly In fuhren wir gut an. Statt passabel zu markern versuchte ich das Resultat zu vergolden was aber nicht gelang. Damit hatten wir soviel Zeit vergeben, dass wir nicht mehr rechtzeitig zum zweiten Ziel kommen konnten. Dies war ein Minimum Distance Double Drop, die berüchtigte Pizza. Hier sind viele Piloten ans Ziel gekommen. Das wird nicht viele Punkte geben.

Beim dritten Ziel hatten wir den Wind nach rechts nicht mehr, den die Ballone vor uns hatten. Wir kamen nicht in die MMA.

Damit hatten wir drei Aufgaben mit dem Fehler am Anfang verhauen. Jetzt galt es noch zwischen zwei Qual der Wahl Zielen auszuwählen. Vor uns konnten bereits einige das nördliche Ziel nicht mehr erreichen. Wir entschieden uns somit für das südliche Ziel und konnten dort noch einen Marker in die MMA bringen.

Wir haben bei unserer ersten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft bereits viel Lehrgeld bezahlt. Auf diesem Niveau werden solche Fehler hart bestraft. Jetzt gilt es die weiteren Fahrten wieder besser abzuschliessen, dann liegt der Platz im vorderen Drittel drin.

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Zweite Fahrt

Heute Abend gab es vor tausenden Zuschauern einen Start vom gemeinsamen Startplatz.

Es gab zwei Aufgaben zu lösen. Bei der ersten ging es darum die Zeit zu schätzen die man benötigt um eine Distanz von einem Kilometer zurück zu legen. Hier habe ich mich ordentlich verschätzt.

Die zweite Aufgabe war ein Fly On in der Luft. Hier waren wir nicht ganz so gut wie wir das gern gehabt hätten aber wohl auch nicht allzu schlecht. Solche Aufgaben sind immer sehr schwierig einzuschätzen.

Nach den ersten zwei Tasks lagen wir überraschend in Führung. Das wird sich nun bestimmt ändern.

Die Bergung im Aussenquartier von Rio Claro war etwas speziell aber mit der Unterstützung der einheimischen Anwohner haben wir auch das geschafft.

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Erste Fahrt

Heute Morgen ging es also los. Drei Aufgaben galt es zu lösen. Die Marker mussten fallengelassen werden. Wir starteten zwar als erster der Schweizer Ballone, waren aber zuletzt beim ersten Ziel. Wir liessen uns weit nach links tragen um dann mit den Bodenwinden zum Ziel zu kommen. Diese Rechnung ging ziemlich gut auf. Ungefähr 15 Meter sollten wir geschafft haben. Das zweite Ziel lag auf dem Flugplatz in Rio Claro. Bei unserer Zielanfahrt drehten die Bodenwinde so vom Ziel weg, dass wir schlussendlich hoch markern mussten. Das Ergebnis sollte auch hier ziemlich gut sein. Die dritte Aufgabe war ein Donut. Wir mussten in einer 3-dimensionalen Figur in Form eines Donuts möglichst viel Distanz zurück legen. Der Mittelpunkt des Donuts konnte selber gesetzt werden. Hier ist das Ergebnis sehr schwer einzuschätzen. Da wir aber bei den Zielanfahrten relativ viel Zeit gebraucht haben, hatten die anderen Wettbewerber länger die Möglichkeit noch Distanz in der Figur zurück zu legen. Wir werden sehen wie viele Punkte das bringt.

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