Die Morgenfahrt vom Samstag ist wegen Regen abgesagt. Für die letzten Fahrten am Abend und am Sonntag Morgen sieht es nach viel Wind aus.
Archiv des Autors: rohu
Fahrt abgesagt
Wieder ist die Abendfahrt abgesagt. Heute aber mit Gewittern.
2. Fahrt
Heute Morgen gab es vier Aufgaben zu lösen. FIN, HWZ, ELB und XDT mit Zeitvorgabe.
Die Suche nach einem geeigneten Startplatz gestaltete sich heute extrem schwierig. Die Winde pfeifen morgens mit beinahe schon beängstigenden Geschwindigkeiten über die höheren Geländepunkte. Erst relativ spät konnten wir zum Fly In starten. Wir fuhren von Anfang an zu weit nach rechts, konnten hoch korrigieren und fuhren am Schluss zu weit links am Ziel vorbei. Wir haben versucht nochmals etwas höher zurück zum Ziel zu kommen, was zwar einigermassen gelang, aber wohl nur etwas Resultatkosmetik sein dürfte. Das war deutlich im hinteren Teil des Feldes.
Beim Qual der Wahl Ziel stiegen wir ein wenig zu früh ab. Der Marker landete aber innerhalb der Schenkel des Zielkreuzes, also um die 5 Meter Ablage. Das sollte OK sein, es sind aber viele Piloten zu den verschiedenen Zielen gekommen.
Der Ellenbogen wurde dann komplett mit Loggermarkern gefahren. Wir mussten einen Punkt setzen, 1km bis 2km fahren, den zweiten Punkt setzen, wieder 1km bis 2km fahren und dann den dritten Punkt setzen. Das Ziel war, zwischen diesen Punkten einen Winkel von 180° zu erreichen, also genau wieder zurück zu fahren. Das ist uns gut gelungen, was aber bei diesen Verhältnissen für alle Teilnehmer möglich war. Hoch konnte man praktisch in die Gegenrichtung korrigieren.
Der letzte Punkt des Ellenbogens leitete automatisch die Maximum Distance ein. Es galt innerhalb von 20 Minuten möglichst weit von diesem Punkt weg zu kommen. Die schnellen Bodenwinde waren mittlerweile etwas eingeschlafen. Fast alle anderen Piloten haben diese Aufgabe vor uns absolviert, als die Winde noch schneller waren. Das heisst also, das gibt auch ein Ergebnis ganz weit hinten.
Mit zwei Aufgaben bin ich sehr zufrieden, die anderen zwei waren sehr schwach. Das sollte einen einigermassen erträglichen Durchschnitt geben, aber wird sehr viele Plätze kosten.
Das Wetter wird jetzt nur noch schlechter. Am Sonntag Morgen wird es zwar wieder trocken, aber wohl zu windig um Ballon zu fahren. Wir sind gespannt, ob noch eine Fahrt möglich ist.
Keine Fahrt
1. Fahrt
Die Gegend hier ist geprägt von grossen Hügeln und tiefen Tälern. Das Tösstal könnte man dagegen als Flach bezeichnen. Wie uns die einheimischen Piloten gestern schon versprachen, gibt es in den Morgenstunden hier starke Bodenwinde, die aufgrund der Abkühlung in der Nacht aus den Alpen nach unten strömen. Wir wussten, dass wir für die Landung besser warten und uns in flachere Gegenden driften lassen müssen. Das ging dann auch wunderbar auf. Vorher ging aber die Post ab. Obwohl der Startplatz frei gewählt werden konnte, starteten fast alle Piloten auf dem gemeinsamen Startplatz bei Puch. Wiesen gibt’s hier nämlich fast keine und die vorhandenen sind noch nicht gemäht. Apfelbäume und deren Schutznetze prägen die Gegend.
Vom Startplatz konnte das westlichste der drei Qual der Wahl Ziele gerade so angefahren werden. Vor dem markern an diesem Ziel musste aber ein weiteres Ziel deklariert werden, welches dann mindestens 1km vom ersten Marker wegliegen musste, maximal aber 3km davon entfernt sein durfte. In der Theorie klingt das schon nicht ganz simpel. In der Praxis kamen dann Winde mit 40km/h in knapp 200m über Grund dazu. Nach dem Start galt es möglichst links zu halten, weil die Ballone vor uns tiefer nach rechts fuhren. Das gelang nicht ganz wie gewünscht. So entschloss ich mich aus über 100m zu markern um nicht zu fest nach rechts zu kommen. Ich gab den Marker etwas zu früh. Die Resultate der Messteams hängen bereits aus. Die inoffizielle Variante sagt 26,02 Meter, was einem Ergebnis unter den ersten zehn Teilnehmern entspricht. Bei dieser Geschwindigkeit hätte ich den Marker lediglich 2,5 Sekunden später geben müssen um ihn im Ziel zu platzieren. Damit bin ich absolut zufrieden.
In den sechs Minuten zwischen Start und erster Markerabgabe hatte ich mich für eine Koordinate entschieden. Diese lag ziemlich genau in Fahrtrichtung nach dem ersten Ziel. Ich beschloss das Ziel am Boden zu deklarieren, obwohl man in der Höhe frei war. Dadurch wurde jedes Resultat unterhalb von 500ft (150m) über Grund in 2D gewertet. Damit mussten wir also nur unterhalb von 500ft über das Ziel fahren und dabei die Markertaste am Logger drücken. Leider bin ich etwas früh abgestiegen. Im Tal ging es deutlich nach links. Beim erneuten Aufsteigen habe ich dann gemarkert. Erst später habe ich realisiert, dass ich die 500ft vielleicht vor dem markern wieder überschritten haben könnte. Nach längerer Analyse bin ich zum Schluss gekommen, dass dies nicht der Fall ist. Ich schätze ca. 80 Meter Ablage sollten wir geschafft haben, sofern wir unter den 500ft geblieben sind. Das wird sich erst nach der Auswertung zeigen. Etwas schade, denn ohne das frühzeitige Absinken wäre hier ein Resultat deutlich unter 50m möglich gewesen. Die Deklaration war also in Ordnung. Zwischen den beiden Markern lagen übrigens etwas weniger als drei Minuten.
Die Verhältnisse hier sind sicher nicht die einfachsten und das wird am Abend nicht besser werden. Das nächste Briefing ist auf 17.00 Uhr angesagt.




