WM 2018 6. Fahrt

Tatsächlich habe ich heute Morgen noch 250 Strafpunkte kassiert für zu schnelles Steigen. Ansonsten war die Morgenfahrt recht gut, so habe ich sogar einen Tausender erzielen können. Die Leistungsdichte ist wirklich enorm und die kleinsten Fehler werden brutal bestraft. Was an anderen Meisterschaften super Ablagen sind, reicht hier nicht mal fürs Mittelfeld.

Heute Abend gab es ein HWZ und ein FIN. Der vorhergesagte Winddreher nach rechts setzte nicht ein und so wurde es um die Startperiode herum ziemlich hektisch. Viele Piloten mussten in letzter Minute noch einen Startplatz ergattern. Mir gelangen zwei Ablagen von ungefähr 30 Metern, was bei diesen Verhältnissen doch OK sein sollte. Wir werden sehen, was die Punkteverteilung bringt. Übrigens sind provisorosche Resultate nicht nur aufgrund der fehlenden Strafpunkte mit Vorsicht zu betrachten. Es ist so, dass die Verteilung der Punkte erst stimmt, sobald die vordere Hälfte ein Resultat hat. Sowieso muss mit Änderungen gerechnet werden solange noch Teilnehmende den Status „Waiting“ haben.

WM 2018 5. Fahrt

Heute Morgen gabs ein FIN auf zwei Ziele, die jeweils abwechselnd für 15 Minuten geöffnet waren. Danach eine Zielanfahrt mit Zeitfenster, wobei markern auf dem Zielkreuz und in einem eingezeichneten Teil der MMA immer möglich war. Es folgten noch ein JDG, ein HWZ und ein 3D-Task (Donut).

Aufgrund der beiden Zeitfenster und gut berechenbarer Windgeschwindigkeiten war schnell klar, dass alle Ballone gerne zur gleichen Zeit am westlichen der beiden FIN-Ziele sein wollten. Meiner Meinung nach war das vom Wettkampfdirektor nicht sehr geschickt gestellt. Neben gefährlichen Situationen führt das auch dazu, dass nicht zwingend die Qualität des Ballonfahrens gemessen wird, sondern auch Faktoren wie Risikobereitschaft und sogar Rücksichtslosigkeit belohnt werden.

Kurz vor dem FIN wurde ich von einem anderen Ballon weggestossen und musste den Marker auf ungefähr 20 Metern fallenlassen. Der CRT gelang mir gut (siehe Video), das JDG leider eher nicht. Das HWZ gelang mir wieder sehr gut. Im Donut konnte ich gut Strecke machen, das gelang aber anderen (angeblich) einiges besser.

Bei den kommenden Resultaten gilt es sicher die offiziellen Publikationen abzuwarten. In den Provisionals werden noch Strafpunkte fehlen. Auch da gab es bei den heutigen Tasks einiges an Potenzial.

WM 2018 4. Fahrt

Nach einem windigen Nachmittag warteten wir heute Abend auf dem gemeinsamen Startplatz darauf, dass die Bodenwinde etwas nachliessen. Um 18.00 Uhr war noch nicht an ein Aufrüsten der Ballone zu denken. Tatsächlich wurde es dann ruhiger und kurz vor 19.00 Uhr kam die grüne Flagge. Ich wartete bis einige Ballone gestartet waren und machte mich dann auf zum ersten HWZ. Umringt von verschiedenen Ballonen beschloss ich, relativ hoch zu markern. Das war sicher eine gute Entscheidung. Danach hiess es schnell rauf zu steigen um nach rechts zu korrigieren und dann wieder runter um beim FON zu markern. Das FON musste vor dem Absetzen des Markers beim HWZ im Logger deklariert werden. Möglich war dabei eines von drei definierten Bodenzielen. Die Korrektur nach rechts gelang mir etwas zu wenig schnell. Dieses Resultat wird nicht so gut sein wie das beim HWZ.

WM 2018 3. Fahrt

Mit etwas schnelleren Winden als gestern Morgen gabs heute eine MDD (Pizza), zwei HWZ und ein FON. Wir starteten sehr früh, was bei den ersten beiden Zielen sicher von Vorteil war. Das MDD gelang mir gut, das erste HWZ auch, obwohl bei der Zielanfahrt etwas heftige Scherwinde meinen Ballon verbeulten. Vor dem zweiten HWZ drehten die Winde nach rechts weg. Von unserer Gruppe war ich mit etwas unter 400 Metern noch gut bedient. Im zweiten Teil des riesigen Feldes schien der Wind wieder zurück zu drehen, so dass viele Piloten das Ziel doch noch erreichen konnten. Das abschliessende FON gelang dann wieder gut. 

Nach gestern Abend liegen wir auf dem 15. Zwischenrang. Stefan Zeberli hat die Führung bereits übernommen und mit Marc Blaser und David Hochreutener sind zwei weitere Schweizer unter den ersten zehn. Es ist zwar noch ein weiter Weg, der Start ist damit aber erfreulich verlaufen für die Schweizer.