{"id":1387,"date":"2013-09-09T10:04:32","date_gmt":"2013-09-09T08:04:32","guid":{"rendered":"https:\/\/archiv.hugiballon.ch\/?p=1387"},"modified":"2014-01-14T08:43:12","modified_gmt":"2014-01-14T07:43:12","slug":"1-fahrt-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.hugiballon.ch\/?p=1387","title":{"rendered":"1. Fahrt"},"content":{"rendered":"<p>Die Modelle sagten es schon lange voraus: Heute Morgen herrschte starker Wind. Bereits als wir vor dem Hangar beim Flugplatz von Wloclawek auf das Briefing warteten, begannen erste B\u00f6en\u00a0bis zum\u00a0Boden durchzugreifen. Viele rechneten damit, dass die Fahrt abgesagt wird. Erste Windmessungen zeigten bereits Geschwindigkeiten bis zu 60\u00a0km\/h in tiefen Schichten. Nichts desto trotz: Der Wettkampfdirektor heisst Mathijs de Bruijn und das ist der Mann, der uns im letzten Jahr bei tief h\u00e4ngenden Wolken im Regen fahren liess und der selber aktiv Wettbewerbe mit Fallschirm und Helm bestreitet. Es wurde gestartet!<\/p>\n<p>Es gab drei Tasks zu l\u00f6sen. Zuerst zwei Qual der Wahl Aufgaben, danach noch ein Judge Declared Goal. Die HWZ lagen nahe beieinander. Grunds\u00e4tzlich waren die Richtungen gut steuerbar, aber mit Geschwindigkeiten bis zu 60 km\/h, und das 300 Meter \u00fcber Boden. Gestartet wurde bereits mit ordentlich Wind vom CLP. Wir wollten m\u00f6glichst schnell rauskommen, was auch ziemlich gut gelang. Vielleicht ungef\u00e4hr als\u00a0zehnter Ballon konnte ich die Ziele anfahren. Die ganze Fahrt dauerte 18 Minuten. Markern konnte ich bei allen Zielen, und das obwohl bei diesen Geschwindigkeiten auch noch Gravity Drops verlangt waren. Das erste HWZ lief mittelm\u00e4ssig, das letzte Ziel leider etwas schlecht. Die Anfahrt auf das zweite HWZ verlief wie gew\u00fcnscht, beinahe schon perfekt. Ich sank mit zwei bis drei Metern pro Sekunde in etwa 200 Metern \u00fcber Grund. Trotz wiederholten Brennerst\u00f6ssen sank der Ballon immer schneller. Als ich in den Linksdreher in der Grundschicht kam, dr\u00fcckte es einige Kubikmeter Volumen aus dem Ballon. Trotz heftigstem Einsatz des Doppelbrenners gelang es mir nicht, eine Bodenber\u00fchrung des Korbes direkt neben dem Zielkreuz zu verhindern. Der Marker lag zwar sehr nahe, der Ground Contact wird aber mit Punktabzug bestraft werden.<\/p>\n<p>Bei der Landung fuhr ein schwedischer Pilot mit seinem Korb in unsere liegende H\u00fclle, was aber an unserem Ballon keine Sch\u00e4den hinterliess. Leider zerbrachen ebenfalls bei der\u00a0Landung\u00a0zwei Brennerst\u00fctzen, welche ein Teil des Teams jetzt zu reparieren oder ersetzen\u00a0versucht.<\/p>\n<p>Resultatm\u00e4ssig ist der Ground Contact und die schlechte Anfahrt auf das dritte Ziel ein kleiner D\u00e4mpfer nach den guten Trainings. Grunds\u00e4tzlich war das eine \u00e4usserst anspruchsvolle Fahrt mit vielen kritischen Situationen.\u00a0Der Wettkampfdirektor betonte noch gestern\u00a0am General Briefing, dass der Weltverband ihn beauftragt habe, daf\u00fcr zu sorgen, Kollisionen zu verhindern und die Tasks so zu setzen, dass nicht alle Ballone am selben Ort sind. Trotzdem liess er uns heute Morgen alle vom selben Startplatz starten und setzte drei Aufgaben am Boden, wo alle Ballone hin wollten. Die Qual der Wahl Ziele waren so nahe beieinander, dass das nicht zu einer Separation f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Leider sieht das Wetter f\u00fcr die kommenden Tage nicht gut aus. Vielleicht k\u00f6nnen wir Morgen zwei Fahrten machen. Heute Abend sieht es nach Regen aus.<\/p>\n<p>Wir hoffen auf bessere und sichere Bedingungen und warten nat\u00fcrlich trotz allem gespannt auf die Ergebnisse.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Modelle sagten es schon lange voraus: Heute Morgen herrschte starker Wind. 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